

Erfahrungsbericht Surfcamp St. Girons:
Wir hatten uns während unserer Zivildienstzeit entschieden
einen Urlaub zusammen zu planen und kamen dabei auf die Idee einen Surfkurs zu
machen! Wir haben uns dann im Internet erkundigt und stießen dabei auf das
Angebot von Euch! Das First Surf Camp in St. Girons Plage war unserer Meinung
nach das beste Angebot das wir finden konnten! Es war sehr günstig und für
Rundumverpflegung war gesorgt! Gefunden und eine Woche später hatten wir auch
schon für die Pfingstferien 2009 gebucht! Keiner von uns konnte es wirklich
erwarten bis der Urlaub endlich da war und wir endlich das Wellenreiten lernen
durften!
Wir haben uns dann dazu entschieden mit dem Auto die 1500 km
lange Reise anzutreten! Wir waren insgesamt zu Viert und kamen so sehr gut mit
unseren Kosten hin! Dann ging es endlich los, die Ferien waren da und wir
entschieden uns einen Tag eher loszufahren weil wir noch einen Zwischenstopp in
Bordeaux machen wollten! Gesagt getan! Ich hatte vor der Reise alle anderen 3
auf das Auto mitversichert und somit konnte jeder fahren, was auch nötig war
bei der super langen Strecke! Wir trafen uns alle in Mühldorf in Oberbayern und
fuhren zunächst über München nach Stuttgart und dann weiter über die
französische Grenze! In Frankreich haben wir hauptsächlich die relativ neue
Route Express benutzt, da wir auf dieser Schnellstraße die Maut sparen konnten!
Nach geschlagenen 18 Stunden Fahrt waren wir dann endlich in Bordeaux!
Naja was
soll man sagen, irgendwie hatten wir uns von der angeblich besten Shoppingmeile
Europas und einer superschönen Stadt mehr erwartet! Wir kamen dort etwa um 7
Uhr morgens an und sind dann erst einmal zum Frühstücken gegangen und dann
etwas durch die Altstadt und die Straßenmeilen gebummelt! Etwa gegen Mittag
stellten wir fest, dass es uns allen eigentlich nicht wirklich gut gefiel und
wir entschlossen uns dazu einen Tag eher ins Surfcamp zu fahren und unser Glück
zu versuchen eventuell einen Tag eher schon dort schlafen zu können! Ab in
unseren roten VW Passat, der uns sehr gute Dienste erwiesen hatteJ,
und los nach St.Girons! Die Fahrt dauerte nicht mehr all zu lange und schon
waren wir an dem Campingplatz wo sich das Camp befinden sollte! An der
Rezeption fragten wir dann wo es sich genau befindet! Wir liefen los und direkt
gleich mal ins Konkurrenzcamp! Die haben uns aber dann freundlich darauf
hingewiesen dass wir doch den Hügel noch hochlaufen sollten, denn da sei unser
Camp! Als wir dann endlich im Richtigen waren und uns nach anfänglichem zögern
gleich ins Gemeinschaftszelt gestürzt hatten und nach dem Chef hier fragten,
stand nach kurzem Warten auch schon Ben der Campleiter vor uns! Wir schilderten
ihm unsere Situation und fragten ob wir denn eine Nacht vorher schon hier
schlafen könnten! Wir hatten Glück und es waren noch 2 Zelte für uns frei.
Gegen eine geringe Gebühr durften wir dann tatsächlich einen Tag eher
einchecken und konnten uns mit dem Campleben schon mal vertraut machen und den
anderen bei ihren Surfversuchen zuschauen! Abends beteiligten wir uns dann noch
ausgiebig an der Abschlussparty des Vorgängerkurses und fielen dann hundemüde
ins Bett. Am nächsten Morgen kamen dann die restlichen Kursteilnehmer mit dem
Rip-Curl-Express! Allesamt eine super Truppe auch wenn wir in der Woche relativ
wenig Leute waren!
Nachmittags entschieden wir uns dann dafür unseren VW noch
einmal zu benutzen und nach Hossegor, wie uns mitgeteilt wurde ein guter Spot
und eine super Surferstadt, zu fahren. Angekommen in Hossegor waren wir alle
sehr begeistert von dem Flair dieser kleinen Stadt und begaben uns natürlich
sofort zu dem besagten Spot! Wir hatten Glück und es waren ein zwei richtig
gute Surfer in Action! Nach gefühlten 3 Stunden bestaunen entschieden wir uns
noch in die Factory Outlets zu fahren und hofften dort einige Schnäppchen
abzugreifen! Angekommen stellten wir fest dass uns der Nachmittag keinesfalls
mehr reichen würde um alle Shops auszuchecken! Aber zumindest zu ein paar
großen Marken sind wir noch gekommen und haben auch einige Schnäppchen gemacht!
Zufrieden und glücklich ging es wieder zurück ins Camp wo uns auch schon die
erste Theoriestunde bei unserem zukünftigen Surflehrer Harry erwartete! Schnell
wurde klar dass Harry keineswegs ein normaler Durchschnittsbrite war sondern
ein äußerst lustiger und angenehmer Zeitgenosse mit seeeeeeeeehr viel Humor!
Wir alle lachten in der etwa einstündigen Einführung sehr viel, da es eher
einer kleinen Show gleichte als einem stupiden Theorieprogramm. Wir wurden über
böse stachelige Fische, Strömungen und den sich täglich verändernden
Bedingungen aufgeklärt und jeder war voll dabei. Danach war jeder so heiß aufs
Surfen dass wir alle am liebsten sofort losgestartet wären. Abends genehmigten
wir uns dann mit den anderen noch das ein oder andere Bier und gingen
schließlich relativ früh Schlafen, da Harry meinte wir brauchen jede Menge Kraft am nächsten Tag! So gegen 10 Uhr
war die erste Session für uns angesetzt! Zuvor gab es natürlich ein ausgiebiges
Frühstück bei dem für jeden was dabei war! Noch schnell ein Lunchpaket für
Mittag hergerichtet und schon konnte es losgehen! Zunächst bekamen wir alle
passende Neos damit uns im Wasser auch nicht zu kalt wurde. Wir waren etwas
erstaunt über die sehr gute Ausrüstung, die Neos sahen fast alle aus wie
nagelneu und uns wurde auch gesagt dass die meisten nicht älter als 2, 3 Wochen
seien! Dann gings auch schon zu den Surfboards! Wir alle bekamen ein Softboard
und schon gings los zum herrlich riesigen Strand! Wir wurden in zwei Gruppen
eingeteilt, eine bei Harry, die andere bei Chris, die beiden Surflehrer! Dann
gings auch schon mit einem kurzen Aufwärmprogramm los! Danach wurden uns auf
dem Strand erst mal die Grundlagen
erklärt! Nach vielen Trockenübungen mit „Chickenwings“ und „Jump Up“ und
natürlich wieder viel Lachen mit Harry gings dann endlich ins Wasser! Total
übermotiviert machten wir uns ans Werk und stellten sehr schnell fest dass das
alles nicht so leicht war wie es aussah! Jeder von uns wurde am ersten Tag
dermaßen oft gewaschen, dass es fast schon ein Wunder war dass nichts passiert
ist! Aber trotzdem hatten alle eine Menge Spaß und am Ende der zweiten Session
des Tages schafften einige es sogar schon ein paar Sekunden auf den gebrochenen
Wellen zu „surfen“. Total platt und hundemüde gings dann zurück ins Camp!
Wahnsinnig viel außer das superleckere Abendessen von Campkoch Bohr (übrigens
eine totale Kultfigur) kam an diesem Tag nicht mehr zustande, weil alle total
fertig waren! Wie uns ja angekündigt wurde brauchten wir jede Menge Kraft! Die
folgenden Tage ähnelten sich natürlich sehr! Morgens, manchmal sogar sehr früh
da Harry und die anderen Campmitarbeiter sehr gerne schon seeehr früh am Morgen
die Wellen unsicher machten und es jedes mal ein Highlight war ihnen zuzusehen,
ginge se immer zum Frühstück ab in die Neos und runter zum Surfen! Wir machten
alle relativ schnell gute Fortschritte und hatten eine Menge Spaß! Selbst der
Muskelkater hielt keinen davon ab jeden Tag wieder ins Wasser zu steigen und
sich weiter zu verbessern! Ein mega Spaß war es auch jeden Tag abends sich im
Gemeinschaftszelt mit den anderen, auch dem Team, zu treffen und sich
Surfvideos anzuschauen oder einfach nur zu quatschen! Am vorletzten Tag stand
dann ein Contest für uns alle auf dem Plan! Zum einen wurden die besten
Surftricks bewertet, sei es eine Rolle auf dem Board oder ein versuchter
Kopfstand und zum anderen der so genannte Wipe-Out Contest! Wir traten in
Paaren gegeneinander an und jeweils ein Paar wurde immer gekickt, das andere
kam ins Finale! Das Finale entschieden dann zwei Mädls völlig zu recht für
sich, allerdings konnten zwei von uns sich den Wipe-Out Titel sichern! Hierbei
muss erwähnt werden dass ein großer Teil des Contests gefilmt wurde und der
übelste Crash, im Wasser erhielt den Wipe-Out Titel mit einem kleinen Präsent!
Die beiden wurden so übel von einer Welle erwischt und gewaschen, dass wir uns
die Szene ungefähr 10 mal ansahen und uns jedes mal wieder schlapp lachten! Die
beiden Contestgewinnerinnen erhielten sogar einen Pokal von Lehrer Harry! Am
letzten Tag unserer Reise durften wir dann alle noch einmal alleine hinausgehen
und konnten mittlerweile auch schon die Hardboards des Camps verwenden! Einige
von uns waren wirklich schon sehr gut auf den Brettern unterwegs und es machte
immer noch jede Menge Spaß!
Ein Highlight dieser Surfwoche stand dann abends noch an! Wir gingen alle zusammen nach St. Girons ein wenig feiern mit den ganzen Leuten aus dem Team! Aus dem ein wenig feiern wurde eine riesen Sause mit jeder Menge Spaß und einem super Abschluss der Woche!
Am nächsten Tag gings dann schweren Herzens wieder zurück nach Hause, nachdem wir uns von allen Teamern verabschiedet hatten und mit einigen auch noch Emailadressen tauschten machten wir uns auf die lange Heimreise!
Zum Abschluss lässt sich sagen, dass wir alle eine
supergeniale Zeit in dem Surfcamp verbracht haben! Die Teammitglieder waren
alle sehr gut drauf und es war alles einfach spitze organisiert! Ich würde
jedem empfehlen, der vor hat einen Surfkurs zu machen, in dieses Camp zu
fahren, das einzigartige Flair und die Superleute zu genießen. Hier noch einmal
vielen vielen Dank für die absolut schöne Woche in der wir doch sehr gut
gelehrt wurden im Surfen und dies vor allem sehr sehr preisgünstig!
Grüße aus Oberbayern
Günther