Lanzarote - Surfreisebericht von Andy

 
Reisebericht Lanzarote Andy
Reisebericht Lanzarote Andy

Lanzarote - Surfreisebericht von Andy

Hi an alle Surfsüchtigen da draußen

 
Im Jahr 2007 waren mein Kumpel Moritz und ich mit unseren Bussen an der Ost und Nordsee unterwegs, wir hatten eine geile Tage, vor allem auf Römö. Leider war die Saison mal wieder viel zu schnell vorbei, wir beschlossen das folgende Jahr 2008 einmal auf unsere heiß geliebten Busse zu verzichten und eine Reise mit dem Flugzeug anzutreten.

Bei einem solchen Vorhaben will man natürlich alles was ein Surfer Herz begehrt. Ich rief bei Sportreisen-Nord an um mich zu informieren welches Reiseziel für uns in Frage kommen würde.

 

Nachdem man mich nett begrüßt hatte, fragte man natürlich erst einmal was denn meine Wünsche bezüglich des Reiseziels seien, ich antwortete prompt: „Wünsche? Na ist doch klar, Wind, Wellen und ein gutes Nachtleben“. Nach diesem Satz und Bekanntgabe einer preislichen Vorstellung und der Reisezeit von zwei Wochen war das Ziel schon so gut wie klar, es sollte nach Lanzarote gehen in den Ort Costa Tequise der mit seiner hohen Windwahrscheinlichkeit und guten Wellen die Konkurrenz schnell besiegt hatte. Mal ganz abgesehen davon das Costa Tequise nicht umsonst jedes Jahr ein Ziel für die PWA-Freestyle Weltmeisterschaft ist

 
Im August 2008 war es dann endlich soweit, wir saßen im Flugzeug und landeten auf der Adrenalin-fördernden Landebahn des Flughafens von Lanzarote, Adrenalin-fördernd weil die Landebahn so weit ins Wasser hinein geht, das man denkt es handele sich um eine Notlandung.
Eine knappe Stunde später kahmen wir bei unserem Hotel El Trebol an, checkten ein und begutachteten erst einmal den Ort, zum Surfen war es leider schon zu spät. Das Hotel ist so nahe der Bucht das man nach höchsten 10min Fußweg bereits im Wasser steht.

Am nächsten Tag war es dann soweit,  wir standen zeitig auf, öffneten die Tür des Appartements und wir trauten unseren Augen, Ohren und Gefühlen nicht, der Wind ließ bereits am Morgen nicht auf sich warten und pustete uns fast die Sonnenbrillen vom Kopf

 
Keine 15min später standen wir in voller Montur an der Surfstation um das vorab gemietete Surfmaterial abzuholen. Wir hatten über Sportreisen-Nord vorab der Reise das Material gemietet welches uns vor Ort sofort zur Verfügung stand. Obwohl man sich beim Mieten mit der Wahl seines Bords festlegen musste, hatte das sehr nette Team der Surfstation keinerlei Probleme damit uns auch mit anderen Boards die frei waren zu versorgen. Segel gab es von den führenden Herstellern immer genug. Ein kleiner Tipp, wer viel im Wellenriff unterwegs sein möchte sollte vor Ort in der Surfstation eine zusätzliche Materialversicherung abschließen da für Steinschäden die Kosten einer Reparatur sonst selber zu tragen sind.

Als wir nun endlich im Wasser waren musste erst einmal die durch ein Hotel abgeschirmte Bucht überwunden werden, hatte man dies geschafft gab es sofort ordentlich power im Segel und es machte nur noch Spaß. Für uns Wellenfreaks war das tägliche Ziel das vorgelagerte Riff der Bucht was einem oft gute Wellen bot. An guten Tagen hatte sich das Riff super aufgebaut und lud mit sehr steilen, teilweise über 3m hohen Krachern zu Sprüngen und Wellenritten ein.

 
Es war fast jeden Tag wie eine Prozedur, Appartement Tür auf, ja… es ist wieder guter Wind, Müsli rein und ab in die Bucht zum Surfen.

Wir nahmen uns natürlich auch Zeit die Insel zu erkunden und andere Dinge zu tun. Ein Mietwagen kann man sich entweder schnell selber organisieren oder man macht es wie wir und bekommt von dem Team der Surfstation Hilfe und dadurch ggf. einen Sonderpreis.

 

Das Nachtleben auf Lanzarote hängt ganz davon ab wo man sich aufhält. In dem Ort Costa Tequise selber gibt es einige Bars, Lokale und auch kleine Discotheken die an bestimmten Wochentagen auch recht gut besucht sind. Zu Empfehlen ist aber die Fahrt mit dem Linienbus in die nicht weit weg gelegene Stadt Puerto del Carmen wo es jeden Tag reichlich Locations zum Feiern gibt

 
Ein Geheimtipp was das Nachtleben angeht gab uns das Team der Surfstation. Nicht weit von Costa Tequise gibt es einen Ort namens Lagomar. In diesem Ort gibt es eine Höhle in einem Vulkan in dessen Inneren eine Location eingerichtet wurde die einer riesen Hausparty ähnelt. Lagomar ist sehr zu empfehlen jedoch ohne Auto nicht sehr gut zu erreichen.

Zu der bereits besagten Surfstation gehört auch ein Team von netten Surfern die täglich Surfkurse an dem unter Surfern weltweit bekannten Spot Famara Beach anbieten. Einen solchen Kurs ließen wir uns nicht entgehen und erlebten drei geile Stunden mit super gutem Coaching. Famara Beach bietet perfekte Wellen für Anfänger wodurch man schon nach kurzer Zeit die ersten Erfolge und eine Menge Spaß hat.

 

Nach so vielen positiven Aspekten muss natürlich auch mal etwas Kritik ans Licht. Was uns nicht sehr gut gefallen hat war der Tourismus auf der gesamten Insel. Da die Insel überwiegend von Engländern besucht wird wurde zumindest in unserem Hotel das angebotene Essen komplett den britischen Bräuchen angepasst was nicht jedermanns Sache ist.  Des Weiteren, wie schon vorab beschrieben muss man manchmal wirklich Geduld beweisen um aus der Bucht hinaus bzw. in die Bucht hinein zu dümpeln. Das ärgerliche daran ist das bei einem Materialwechsel immer eine Menge Zeit und Kraft verloren geht

 
Im Großen und Ganzen war die Reise aber absolut gelungen, wir waren zu zweit, hatten aber trotzdem die gesamte Zeit über eine Menge Spaß und sind bezüglich des Surfens voll auf unsere Kosten gekommen.

Unser Urlaubsvideo: http://www.youtube.com/watch?v=yEYQB3VLOHg
Mit freundlichen Grüßen, Andy K.
 
 
letzte Aktualisierung: 11.04.2009
 
 

Link:

http://www.wellenreitreisen.de//Magazin-Details.html?id=1318