

Bei einem solchen Vorhaben will man natürlich alles was ein Surfer Herz begehrt. Ich rief bei Sportreisen-Nord an um mich zu informieren welches Reiseziel für uns in Frage kommen würde.
Nachdem man mich nett begrüßt hatte, fragte man natürlich erst einmal was denn meine Wünsche bezüglich des Reiseziels seien, ich antwortete prompt: „Wünsche? Na ist doch klar, Wind, Wellen und ein gutes Nachtleben“. Nach diesem Satz und Bekanntgabe einer preislichen Vorstellung und der Reisezeit von zwei Wochen war das Ziel schon so gut wie klar, es sollte nach Lanzarote gehen in den Ort Costa Tequise der mit seiner hohen Windwahrscheinlichkeit und guten Wellen die Konkurrenz schnell besiegt hatte. Mal ganz abgesehen davon das Costa Tequise nicht umsonst jedes Jahr ein Ziel für die PWA-Freestyle Weltmeisterschaft ist
Am nächsten Tag war es dann soweit, wir standen zeitig auf, öffneten die Tür des Appartements und wir trauten unseren Augen, Ohren und Gefühlen nicht, der Wind ließ bereits am Morgen nicht auf sich warten und pustete uns fast die Sonnenbrillen vom Kopf
Als wir nun endlich im Wasser waren musste erst einmal die durch ein Hotel abgeschirmte Bucht überwunden werden, hatte man dies geschafft gab es sofort ordentlich power im Segel und es machte nur noch Spaß. Für uns Wellenfreaks war das tägliche Ziel das vorgelagerte Riff der Bucht was einem oft gute Wellen bot. An guten Tagen hatte sich das Riff super aufgebaut und lud mit sehr steilen, teilweise über 3m hohen Krachern zu Sprüngen und Wellenritten ein.
Wir nahmen uns natürlich auch Zeit die Insel zu erkunden und andere Dinge zu tun. Ein Mietwagen kann man sich entweder schnell selber organisieren oder man macht es wie wir und bekommt von dem Team der Surfstation Hilfe und dadurch ggf. einen Sonderpreis.
Das Nachtleben auf Lanzarote hängt ganz davon ab wo man sich aufhält. In dem Ort Costa Tequise selber gibt es einige Bars, Lokale und auch kleine Discotheken die an bestimmten Wochentagen auch recht gut besucht sind. Zu Empfehlen ist aber die Fahrt mit dem Linienbus in die nicht weit weg gelegene Stadt Puerto del Carmen wo es jeden Tag reichlich Locations zum Feiern gibt
Zu der bereits besagten Surfstation gehört auch ein Team von netten Surfern die täglich Surfkurse an dem unter Surfern weltweit bekannten Spot Famara Beach anbieten. Einen solchen Kurs ließen wir uns nicht entgehen und erlebten drei geile Stunden mit super gutem Coaching. Famara Beach bietet perfekte Wellen für Anfänger wodurch man schon nach kurzer Zeit die ersten Erfolge und eine Menge Spaß hat.
Nach so vielen positiven Aspekten muss natürlich auch mal etwas Kritik ans Licht. Was uns nicht sehr gut gefallen hat war der Tourismus auf der gesamten Insel. Da die Insel überwiegend von Engländern besucht wird wurde zumindest in unserem Hotel das angebotene Essen komplett den britischen Bräuchen angepasst was nicht jedermanns Sache ist. Des Weiteren, wie schon vorab beschrieben muss man manchmal wirklich Geduld beweisen um aus der Bucht hinaus bzw. in die Bucht hinein zu dümpeln. Das ärgerliche daran ist das bei einem Materialwechsel immer eine Menge Zeit und Kraft verloren geht